Fahrräder boomen wie nie zuvor. Städte investieren in Radwege, E-Bikes erobern den Alltag und die Nachfrage nach Reparatur und Service wächst rasant. Damit steigt auch der Bedarf an qualifizierten Fachleuten: Fahrradmechatronik ist ein Beruf mit Zukunft.
Einer, der das aus eigener Erfahrung bestätigen kann, ist Martin Klima-Sonvilla, Gründer von Repa Rad Tur in Wien. Sein Werdegang zeigt, wie vielfältig, erfüllend und zukunftsträchtig dieser Beruf ist – und warum er überzeugt ist: „Fahrradmechatronik ist fix geiler als Büro.“
Dabei war Martin ursprünglich in der IT zu Hause – Websites entwickeln, Server betreuen, Büroalltag. Dann kam der Kurs, der alles verändert hat. Über einen Freund, ein Fahrrad-Rennen am Großglockner und einen Fahrradtechnik-Workshop entdeckte er seine Leidenschaft für Reparaturen. Heute ist seine Werkstatt nicht nur sein Haupteinkommen, sondern auch seine Berufung. „Es ist einfach ein irres Erfolgserlebnis, wenn etwas, das nicht funktioniert hat, wieder läuft“, sagt er.
Doch es geht ihm nicht nur um Technik, sondern auch um die Menschen dahinter. Jedes Rad hat eine Geschichte. Eine junge Radfahrerin mit gebrochenem Schalthebel, ein Rollstuhlfahrrad, das sonst eingeschickt werden müsste – mit Improvisation und Know-how rettet er Touren, schenkt Mobilität zurück und macht Menschen glücklich. Für Martin ist das das eigentliche Heldentum im Alltag.
Gleichzeitig verändert sich die Branche rasant. Die Zukunft ist elektrisch und digital. Mit E-Bikes und smarten Komponenten gehören Diagnose-Software, Apps und Akkutechnik heute genauso dazu wie das klassische Schrauben. Für Martin bedeutet das ständige Weiterbildung – und spannende neue Möglichkeiten: „Fahrradmechatronik ist Mechatronik pur – Mechanik, Elektronik und Digitalisierung greifen ineinander. Das macht den Beruf so zukunftssicher.“
Sein Rat an Jugendliche und Eltern ist klar: Einfach ausprobieren. „Geht in eine Werkstatt, macht Schnuppertage. Nur so merkt man, ob es passt.“ Martins eigener Quereinstieg zeigt, dass jeder diesen Weg gehen kann – wichtig sind Neugier und die Freude daran, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.
Ob mechanisch oder digital: Die Zukunft fährt Fahrrad. Und mit ihr wächst der Bedarf an Menschen, die sie am Laufen halten. Für Martin ist klar: Fahrradmechatronik ist nicht nur ein Job – es ist ein Beruf mit Zukunft, voller Abwechslung, Sinn und direkten Erfolgserlebnissen.